“Grünes Männermanifest” meets “Feminismus. Ein Update” – Gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit

In den vergangenen Monaten haben das “Grüne Männermanifest” und “Feminismus. Ein Update” die Diskussion um Geschlechterrollen, um Frauen- und Männerpolitik neu befeuert. In unserem Workshop wollen wir die Ansätze der beiden Papier zusammenbringen und anhand folgender Leitfragen diskutierten:

  1. Was bedeuten und in welchem Verhältnis stehen Gender Mainstreaming, Frauen- und Männerpolitik für und in den einzelnen Politikbereichen (Steuern, Zeitpolitik, Arbeitsmarkt, Gesundheit etc.) ?
  2. Welche konkreten politischen Maßnahmen benötigt die Entwicklung einer tatsächlich geschlechtergerechten Gesellschaft?
  3. Wie können wir auch grün-intern, in unseren eigenen Strukturen, Geschlechtergerechtigkeit befördern?

Details zum Workshop

Themenbereich: Soziale Zeiten

14 Kommentare
  1. soll da nur über die jeweilige ideologie geredet werden? es gibt doch soviele konkrete probleme,die sich nur aus dem jeweiligen geschlecht ergeben,habe dazu keinen einzigen workshop gefunden.sind diese fragen für grüne kein thema mehr?

    regina ranft am .
  2. sorry,erst erschien auf meinem bildschirm der aufruf zum kommentar und als ich ihn losgeschickt hatte,kam die erläuterung zum work-shop.
    damit hat sich meine frage erübrigt. :-)

    regina ranft am .
  3. Wann beginnen die Grünen mit Väterpolitik?
    Es wird nunmehr zur Regelmäßigkeit, dass Deutschland vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wegen der Verweigerung der Gleichstellung der leiblichen Väter, verurteilt wird. (Beschwerde 17080/07 Schneider/Deutschland)
    Wie man dies verhindert, hat Frankreich schon vor 13 Jahren bewiesen:

    https://www.facebook.com/notes/andreas-riedel/sorgepflicht-und-umgang-ab-geburt-im-interesse-der-kinder-in-frankreich-seit-199/286130464737605

    Urteil aus Straßburg stärkt Rechte leiblicher Väter. Menschengerichtshof verurteilt schon wieder deutsche Familienpolitik

    Fazit: Leiblicher Vater muss auch dann Umgang/Sorge mit eigenem Kind haben, wenn Mutter mit anderem Mann zusammen/verheiratet ist. Das Recht des Kindes und des leiblichen Vaters steht höher, als das eines evtl. rechtlichen Vaters/Stiefvaters.

    http://www.lvz-online.de/brennpunkte/content/32476312_mldg.html

    Gründungs- und Bestandschutz der Bindung zwischen Kind und leiblichem Vater:

    http://www.elterlichesorge.de/modules/news/article.php?storyid=958

    Deutschlands Väter am .
  4. Meines Erachtens ist es Zeit sich über die Zunkunft der Männer in der deutschen Gesellschaft Gedanken zu machen. Männer werden inzwischen in Deutschland in einigen Bereichen stark benachteiligt. Buchempfehlung zum Thema: Neue Männer – muss das sein? Risiken und Perspektiven der heutigen Männerrolle
    Prof. Matthias Franz (Autor), André Karger (Autor)

    Axel Scheef am .
    • Wäre es nicht eigentlich eher mal Zeit sich über die Zukunft von Mensch Gedanken zu machen? Mit der Aussage das Männer in unserer Gesellschaft in einigen Bereichen stark benachteiligt werden, spielt man leider all zu leicht den Rechtskonservativen den Ball zu. Der auch von Männer geforderten Neuorientierung fern ab der auferlegten Geschlechterrollen wird das nicht gerecht!

      nordrhein WESTFALEN am .
  5. Grundgedanke der Frauenbewegung war,
    ihre Rolle innerhalb der Modernen Geselschaft neu definieren.
    nicht nur als Hausfrau und Mutter dar sein, sodern auch im Berufsleben ihren Platz bekommen wollten,
    dabei brauchten sie von ihren Partnern genau so ein Unterstützung und Verständniss.

    auch Akzeptanz und Toleranz von der geselschafft,

    dafür brauchten von ihren Partnern, dass die auch beim Haushalt mithelfen und beim Kindsererziung genau so die Verantwortung tragen.

    Und jetzt sieht so aus, dass die geselschaftliches Leben durcheinander geraten ist, die Männer haben ihre Selbstbewustssein verloren , die Familienstrukturen sind verloren,

    jetzt haben die Frauen parallel zu ihren Berufsleben immer noch die Famillienleben, Kindererziung und den Haushalt noch dazu.

    Vielleicht werden wir es noch im Gegenwart schaffen
    ein gerechte Rollen- Verteilung, die nicht nach Geschlecht oretiert sind, , sondern nach ihren Fähigkeit und nach ihre Kompetenzen…

    Wir leben in eine moderner Geselschafft, in ein moderne Zeiten,
    aber, dass wir immer noch nicht ein gerechte Rollenverteilung und die Gleichberechtigung nicht geregelt zu haben.
    Schade!

    Fatma Ergöz

    Fatma Ergöz am .
  6. Ein sehr guter Text. Danke für die Beschreibung des Ist-Zustandes. Die Schnittmenge zum “Männermanifest” wird deutlich. Nur gemeinsam werden wir Veränderungen schaffen, das wird leider noch lange dauern, da es eine Sythemfrage ist. Wir haben schon einiges erreicht, der größere Teil liegt noch vor uns.

    Agnes Groschke am .
  7. Da ich derzeit viel Stress habe und nicht weiß, ob ich es zur ZW schaffe, hier ein paar Thesen zu den Punkten.

    1. Derzeit definieren vorwiegend Konservative und radikal Rechte, was die Begriffe “Gender Mainstreaming” und “Männerpolitik” bedeuten sollen.

    2. GM ist ein Kompromiss, der von vielen Heterogenen Gruppen gefunden wurde. Wir sollten als Grüne deutlich machen, dass er uns nicht weit genug geht. Wenn die Grünen sagen: GM ist uns nicht radikal genug, könnten sie den Rechten den Wind aus den Segeln nehmen, die behaupten, GM sei eine radikalfeministische Umerziehungskampagne.

    3. “Männerpolitik” wurde überhaupt erst von rechts etabliert. Sie wird oft als antagonistisch zu “Frauenpolitik” dargestellt. Dieser Eindruck muss bekämpft werden.

    4. Unsere “Männerpolitik” muss eine explizit feministische Politik sein, die sich gegen die Art und Weise richtet, wie unsere patriarchale Gesellschaft “Männern” eine privilegierte Rolle zuweist, und dadurch ihre Freiheit, sowie ihr Recht auf Anerkennung und Wertschätzung ihrer emotionalen, submissiven oder “femininen” Persönlichkeitsanteile auf nicht hinnehmbare Art und Weise einschränkt.

    5. “Männerpolitik” muss vor Allem auch die im Blick haben, deren Männlichkeit entweder völlig bestritten; oder an den Rand gedrängt wird, indem sie als nicht-männliche Männer markiert werden. In diesem Sinne sind schwule Identitäten auf ähnliche Weise diskriminiert, wie Computer-Nerds oder Hartz4-Empfänger.

    Alex am .
  8. Zu Thema 2:

    Im Zentrum sollte das Definitionsrecht jedes einzelnen Menschen über seine Geschlechtsidentität stehen. Der entsprechende Eintrag auf dem Personalausweis sollte ähnlich wie die Religionszugehörigkeit gehandhabt werden. Es muss ohne Angabe von Gründen möglich sein, die Geschlechtsidentität auch über die Kategorien Mann/Frau hinaus zu wechseln, oder gänzlich “auszutreten”.

    Ansonsten sollten wir nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden. Feminist_innen in aller Welt kämpfen doch seit Jahrzehnten sehr erfolgreich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft.

    Zu 3:

    Was ich für den Perso vorschlage, gilt natürlich auch für parteiinterne Strukturen. Es ist sinnvoll, das Geschlecht der Mitglieder zu erfassen, aber es ist transphob, nur das im Ausweis festgehaltene Geburtsgeschlecht als das “wirkliche” anzuerkennen.

    Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass es für Männer, kaum Möglichkeiten gibt, sich innerhalb der Partei geschlechterpolitisch zu engagieren. Institutionen und Räume, die ausschließlich für Frauen offen sind, sind eine sinnvolle Einrichtung, die wir nicht aufgeben sollten. Wenn diese allerdings ein Monopol auf bestimmte Politikbereiche haben, wird es problematisch.

    Alex am .
    • “Es muss ohne Angabe von Gründen möglich sein, die Geschlechtsidentität auch über die Kategorien Mann/Frau hinaus zu wechseln, oder gänzlich “auszutreten”.

      Und die Biologie ignorieren wir einfach!? Vielleicht sollte man/frau sich einfach vom biologisch “Mann” oder “Frau” sein nicht so beeindrucken lassen was das persönliche Verhalten und den Lebensentwurf angeht? Man kann ja seine Identität als Mensch über alle Kategorien hin wechseln und auch gänzlich aus der Männer- oder Frauenrolle “austreten” ohne dass man gleich die biologische Realität in Abrede stellt.

      Gruß
      Jochen

      Jochen am .
      • Es geht nicht darum, dass “wir” körperliche Geschlehtsmerkmale ignorieren, sondern darum, dass es den Staat nichts angeht, was sich in meiner Hose befindet. Welchem sozialen Geschlecht ich mich zuordne geht ihn allerdings schon etwas an, weil er sonst keine Gleichstellungspolitik betreiben könnte.

        Alex am .
  9. Huch… steht ja garnicht auf dem Perso… Das wird in D glaubich am Vornamen festgemacht. Auf anderen amtlichen Dokumenten steht das trotzdem. Und ich bin hier garnicht bei der ZW sondern bei der DF… Wie auch immer, ich hoffe, es ist angekommen, was ich sagen wollte

    Alex am .
  10. Wir Frauen (NUR wir!) besitzen die zukunftsrelevanten Kompetenzen Schwanger werden, gebären und stillen. Wir generieren die Zukunft und sind stolz darauf.

    Wieso geben wir der Gesellschaft unsere Reproduktivkompetenzen und Familienerziehungsarbeit “für lau”?

    Geschlechtergerechtigkeit ist in diesem Zusammenhang ein sehr gutes Wort, von dem ich mir wünsche, dass ihm politische Taten folgen.

    Doro Böhm am .

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